Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Entstanden aus der Psychoanalyse ist die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie eine Therapieform, die sich auf die Innenwelt und Lebensgeschichte der Patient*innen konzentriert. Mit Kindern im Spiel und ab dem Jugendalter im Gespräch finden wir in der Therapie heraus, welche Themen uns bewegen, in welchen Konflikten wir uns befinden, welche Gefühle unser Handeln bestimmen und was unsere Wünsche und Bedürfnisse sind. Symptome wie zum Beispiel Ängste, Depressionen, Störungen im Verhalten oder Zwänge verstehen wir als Bewältigungsversuch unserer inneren Konflikte. Diese inneren Konflikte und Spannungen sind uns meist unbewusst. Die Einordnung eigener Gefühle und deren Regulation im Kontakt mit anderen Menschen spielen für unser Wohlbefinden und unsere mentale Gesundheit ebenfalls eine wichtige Rolle. All das können wir uns ins Bewusstsein holen, verstehen und einordnen lernen, um schließlich gestärkt einen kompetenten Umgang damit zu finden. Wir Tiefenpsychologen gehen davon aus, dass sich dadurch die Symptome reduzieren oder komplett verschwinden können. 

Ablauf der Therapie

Zunächst vereinbaren wir ein Erstgespräch, damit wir uns kennen lernen und den Therapiebedarf feststellen können. Wenn Sie sich für eine Therapie bei mir entscheiden, klären Sie die Kostenübernahme oder -erstattung mit ihrer privaten oder gesetzlichen Krankenkasse ab. Danach beginnen wir mit der sogenannten Probatorik, die vier bis sechs Stunden dauert. Hier wird eine Diagnostik durchgeführt. Danach beginnt je nach Bedarf und Symptomatik eine Kurzzeit- oder Langzeittherapie.

Die Therapie findet wöchentlich ein bis zweimal statt. Bei Kindern werden die Eltern oder andere wichtige Bezugspersonen ebenfalls in die Therapie mit einbezogen. Jugendliche dürfen darüber selbst entscheiden. 

Wann eine Therapie hilfreich sein kann

  • Depression und Rückzugsverhalten
  • Selbstwertprobleme
  • Anpassungsstörung
  • Traumatische Erlebnisse
  • Psychische Probleme nach Trennung und Scheidung
  • Schlafstörungen 
  • Schmerzen und körperliche Beschwerden ohne organischen Befund (Somatoforme Störungen)
  • Schmerzen und körperliche Beschwerden ohne organischen Befund (Somatoforme Störungen)
  • Aggressives oppositionelles Verhalten, Störungen des Sozialverhaltens, Beziehungsstörungen 
  • Essstörungen (Magersucht, Ess- und Brechsucht)
  • Selbstverletzung (Ritzen)
  • Suizidales Verhalten (Selbstmordgedanken, Selbstmordversuche) 
  • Bindungsstörungen
  • Autismus (Entwicklungsstörung)
  • Geistige Behinderung mit Verhaltensproblemen
  • Mutismus (Andauernde Unfähigkeit, in bestimmten Situationen zu sprechen, z. B. Schule)
  • Einnässen (Enuresis) und Einkoten (Enkopresis)
  • Trennungsängstlichkeit, Angst und Phobie
  • Aufmerksamkeitsprobleme (ADHS, ADS) 
  • Suchtverhalten (Drogen, Medien, PC- Spiele)
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Psychische Belastungen bei Transidentität
  • Schulangst, Schulverweigerung und Mobbing
  • Zwangsverhalten